Update vom 25. März 2026: Wir haben den Artikel mit weiteren Informationen des FCC erweitert.
Laut einer Regierungsmitteilung ist es in den Vereinigten Staaten von Amerika ab sofort nur noch erlaubt, Router auf den Markt zu bringen, die komplett in den USA hergestellt wurden.
Das große Problem daran: Solche Router gibt es bislang nicht.
Auch Softwareupdates betroffen
Das entsprechende Verbot hat die Regierungsbehörde FCC im Auftrag nicht näher genannter US-Geheimdienste verkündet.
Als Grund dafür wird der Schutz der nationalen Sicherheit und der US-amerikanischen Wirtschaft angeführt. In einem Dokument zum Router-Bann gehen sie genauer darauf ein:
»Böswillige Akteure haben Sicherheitslücken in im Ausland hergestellten Routern ausgenutzt, um amerikanische Haushalte anzugreifen, Netzwerke zu stören, Spionage zu betreiben und den Diebstahl geistigen Eigentums zu erleichtern«
Zusätzlich gibt die FCC an, dass Router mit »ausländischer Herkunft« mit Schuld an den Cyberangriffen durch die chinesischen Hackergruppen Volt, Flax und Salt Typhoon tragen.
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Neuer Wi-Fi.7-Gaming-Router von Asus vorgestellt
Laut der FCC stellen ausländische Router »eine Schwachstelle in der Lieferkette, die die US-Wirtschaft, kritische Infrastrukturen und die nationale Verteidigung beeinträchtigen könnte« dar.
Zudem seien sie »ein schwerwiegendes Cybersicherheitsrisiko [...], das ausgenutzt werden könnte, um kritische Infrastrukturen in den USA unmittelbar und schwerwiegend zu beeinträchtigen und US-Bürgern direkt zu schaden«.
Modelle, die schon zugelassen sind, dürfen weiterverkauft und auch genutzt werden. Allerdings sind von dem Verbot auch Softwareupdates betroffen. Nur mit einer Ausnahmegenehmigung dürfen diese bis Anfang März 2027 ausgerollt werden (via heise).
Da es aktuell schlicht keine Router gibt, die in den USA designt, hergestellt und vertrieben werden, könnte das bedeuten, dass ab März 2027 zahlreiche Router in US-Haushalten zu gigantischen Sicherheitslücken werden.
Die einzige Ausnahme: Laut Wired-Autor Simon Hill sind die einzigen in den USA gefertigten Router, die von Starlink. Sie werden angeblich in Texas gefertigt.
Schwere Auflagen für die Hersteller
Wer seine neuen Router dennoch in den USA verkaufen möchte, muss für jedes Modell eine Ausnahmegenehmigung einholen und sich verpflichten, neue Produktionsstätten in den USA zu errichten.
Da das Routergeschäft in der Regel nur kleine Gewinnmargen abwirft, ist es kaum vorstellbar, dass sich viele Hersteller zu diesem Schritt entscheiden. Selbst dann gäbe es aber noch das Problem, dass bestimmte Komponenten bisher nur aus dem Ausland bezogen werden können.
Hierzulande ist die Routerwahl glücklicherweise nicht in solchem Maße eingeschränkt. Wenn ihr trotz passendem Router mit instabilem WLAN zu kämpfen habt, könnten euch diese zwei Tricks viel Ärger ersparen.
Spätestens 2027 dürfte das Thema nochmal an Fahrt aufnehmen, wenn die Deadline für die Ausnahmegenehmigungen näher rückt und vielleicht doch noch jemandem auffällt, dass das davon ausgehende Risiko vermutlich deutlich höher ist als das, das von neuen Routern ausgeht.
Oder aber es kommt aufgrund von Kritik bereits deutlich früher zu neuen Entwicklungen.

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